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Rückbau

 

Der kontrollierte Rückbau der drei Wohnhochhäuser erfolgte schrittweise im Zeitraum August 2009 bis Dezember 2010 und gliederte sich in vier Schritte:

 

1.     Ausräumen von leicht zu entfernenden Materialien

2.     Schadstoffsanierung

3.     Innenausbau / Entkernung

4.     Abbruch des Massivbaus

 

Der gesamte Rückbau wurde durch die Firmen Imetaal, Laarakkers und Fischer durchgeführt. Die Planung/Bauüberwachung oblag der Bau- & Projektbetreuung Reifer GmbH. Der Rückbau wurde mit erheblichen Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem Förderprogramm Stadtumbau West sowie Eigenmitteln der Stadt Kamp-Lintfort durchgeführt.

 

Schadstoffvorkommen

 

Folgende Schadstoffe wurden in den Gebäuden vorgefunden, bei denen eine besondere Sorgfaltspflicht bei der Behandlung erforderlich ist: Asbest, künstliche Mineralfasern, PAK.

In allen Wohnungen wurden asbesthaltige Bodenbeläge auf asbesthaltigem Bitumenkleber vorgefunden. In einzelnen Bereichen wurden die Asbestbeläge demontiert, wobei der asbesthaltig Bitumenkleber verblieben ist. Auf der Außenseite befanden sich Asbestzementplatten als Fassadenverkleidung.

Während der Sanierung wurden Maßnahmen zum Schutz von Personen innerhalb und außerhalb der Sanierungsbereiche getroffen.

 

Abbruch 276 278

 

Zunächst wurde mit dem Rückbau der beiden leer stehenden Wohnhochhäuser, Moerser Str. 276 und 278 begonnen. Diese beiden Wohnhochhäuser verfügten über 13 bzw. 15 Stockwerke, Kellergeschoss und Tiefgarage. Mit vier Wohnungen je Etage lebten ehemals bis zu 112 Haushalte in den beiden Gebäuden. Insgesamt wurden gut 50.000 m3 umbauter Raum entfernt.

Die Gebäude wurden in Massivbauweise erstellt; Decken und Außenwände in Stahlbeton., Wohnungstrennwände und leichte Trennwände in Mauerwerk. Da die Gebäude seit Jahren nicht mehr genutzt wurden waren in vielen Wohnungen die Fensterscheiben eingeschlagen.

Die Versorgungen wurden abgeklemmt, so dass weder Strom noch Heizung zur Verfügung stand. Wertstoffe wie Kabel und Metall wurden abgebaut und entfernt. 

 

Abbruch 274

 

Als drittes Gebäude wurde die Moerser Str. 274 zurückgebaut. Dieses Gebäude war, entgegen der beiden anderen Gebäude, bis zum Abbruchbeginn bewohnt. Aufgrund von Sicherheitsaspekten, hier ist insbesondere die Nähe der Randbebauung von weniger als fünf Metern zu nennen, sowie der Höhe des Hochhauses, die einen konventionellen Rückbau wirtschaftlich erschwert, wurde der dritte Weiße Riese gesprengt.

Mit sechs Wohnungen je Geschoss (bis zum 15. OG) waren insgesamt 96 Wohneinheiten von 31 m2 bis zu über 100 m2 im Gebäude vorhanden. Hinzu kamen ein Kellergeschoss sowie eine Tiefgarage. Insgesamt wurden gut 38.000 m3 umbauter Raum entfernt. Die Baukonstruktion war vergleichbar mit den Gebäuden 276 und 278.

 

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